Nachhaltigkeit & Umweltschutz

im Edlgütl
100% Ökostrom (schon seit 2010)

Seit 2010 beziehen wir 100 % Ökostrom (Vattenfall, Tarif ÖkoStrom24; laut Stromkennzeichnung des Versorgers 0 g CO₂/kWh).
Seit April 2022 ergänzen wir den Bezug durch eigene Stromproduktion.

Eigene Stromproduktion & Speicherung

Seit April 2022 erzeugen wir Strom mit einer eigenen Photovoltaikanlage, seit April 2024 mit 34,2 kWp und einem 10-kW-Speicher.

2025 haben wir 33.410 kWh erzeugt. Davon haben wir rund 29.280 kWh selbst genutzt und 4.130 kWh ins Netz eingespeist. Überschüssigen Strom verteilt eine Steuerung: zuerst zum Laden, dann in den Speicher und schließlich über Heizstäbe in unsere Wärmeversorgung. Den Rest beziehen wir als Ökostrom.

Hauseigener Forst - rund 4 Hektar

Zu den meisten Anwesen im Bayerischen Wald gehört ein kleiner Wald. Auch wir hegen und pflegen seit jeher unseren eigenen Forst: 1,68 Hektar Bestandswald und eine etwa 2,4 Hektar große Fläche, die wir seit 2021 wieder aufforsten.
Das Waldstück ist ein kleiner Kraftplatz in unserer hektischen Zeit und hilft uns auch selbst, die notwendige Erdung zu finden und den Kreislauf von Kommen und Gehen zu erleben.

Streuobstwiese

Seit März 2026 wächst auf unserem Grundstück eine Streuobstwiese mit über 50 Obst- und Nussbäumen. Gedüngt wird sie nicht.

Quell- & Grundwasserschutz
  • Sämtliche Flächen (nutz-, land- und forstwirtschaftlich) des Edlgütls werden zu 100 % ohne Düngung (weder Kunst- noch Naturdünger) bewirtschaftet.
  • Das gesamte sammelbare Oberflächenwasser aus versiegelten und teilversiegelten Flächen wird über Sickerdolen dem Grundwasser wieder zugeführt.
  • Wege werden im Winter nur im Notfall mit Salz gestreut. Wir streuen mit Split.
  • Seit 2007 versorgt uns der eigene Hausbrunnen mit frischem Quellwasser.
  • Unser Abwasser reinigt eine eigene, vollbiologische Kläranlage. Auch deshalb setzen wir kaum Desinfektionsmittel ein.
  • Den Wasserverbrauch messen wir für jedes Gebäude einzeln.
  • Bettwäsche und Handtücher wechseln wir alle fünf Nächte.

Wasser ist ein wertvolles Gut. Auch hier im Wegscheider Oberland deuten die Prognosen darauf hin, dass der Grundwasserspiegel mittel- bis langfristig sinken wird.

Wir heizen zu 100% ohne! fossile Rohstoffe.

Seit 2010 heizen wir mit einer Hackschnitzelanlage. Das Holz ist ausschließlich Bruch- und Schadholz, aus unserem eigenen Wald und von Bauern aus der Region. Ein zentraler Pufferspeicher versorgt alle Gebäude. Überschüssigen Solarstrom nutzen wir über Heizstäbe ebenfalls für die Wärme.

Naturnahe Bewirtschaftung

Der westlich liegende „Bardlberg“ ist unser Hausgrundstück. Das gesamte Grundstück bewirtschaften wir seit 2013 naturnah, ohne Dünger und ohne Pestizide.

  • Unsere Wiesen haben wir aus der öffentlichen Förderung genommen und daraus die Magerwiese am Bardlberg entwickelt.
  • Gemäht wird mit einem Mähroboter mit Kleintiererkennung.
  • Die Kräuter für unsere Küche bauen wir selbst an.
CO₂: was wir wissen und was nicht

Unser Wald bindet rechnerisch rund 25 Tonnen CO₂ im Jahr. Das ist eine Schätzung nach der Faustformel der Bundeswaldinventur, keine Messung. Wir verrechnen diese Zahl mit nichts, auch nicht mit unserem eigenen Verbrauch.

Unseren Strom beziehen wir zu 100 % als Ökostrom, ergänzt durch die eigene Photovoltaik.

Ist Heizen mit Holz klimaneutral? Wir wissen es nicht.
Für die Heizung fällen wir keinen Baum. Wir nutzen ausschließlich Schadholz, das zum Schutz des Waldes oder von Menschen ohnehin entnommen werden muss, zum Beispiel gesplitterten Windbruch, angefaulte stehende Bäume oder Reste von Borkenkäferholz. Das Holz stammt aus unserem eigenen Wald und von Bauern aus der Region, lange Transportwege entfallen.

Bei der Viabono-Zertifizierung 2026 wurden für uns 3,9 kg CO₂ je Übernachtung im Bereich Endenergie ermittelt. Die Anforderung von Viabono für unseren Betrieb lag bei 10,2 kg.

Quellen:
CO₂-Bilanz von Holz (ForstBW)
CO₂-Speichersaldo
Viabono-Auswertung vom 19.08.2026

Wir schonen Ressourcen und achten das Leben.
  • Laufende Maschinen sortieren wir nicht aus, nur weil es für eine Neuanschaffung Fördermittel gibt.
  • Gebäude nutzen wir fortlaufend und langfristig. Den Bestand sanieren wir so weit wie notwendig und nicht so weit wie möglich.
  • Irrsinnige Maßnahmen (z. B. dichte Fenster, dafür Lüftungsschlitze) lehnen wir ab, egal was die Förderkulisse sagt.
  • Bei uns geht Sanierung vor Neubau. Bestehende Gebäude zu erhalten verursacht weniger Emissionen als ein Neubau, auch wenn dieser gefördert wird.
  • Wir achten auf die gesamte Lieferkette (Beispiel: Werden Ressourcen aus Übersee benötigt?), bei Tieren genauso wie bei Pflanzen.
  • Tiere, welche die Weide nicht sehen, verarbeiten wir nicht.
  • Wir pochen nicht auf Bio. Wichtig ist uns eine Landwirtschaft, die Tiere und Ressourcen schont und auch in Zukunft funktioniert.
  • Wir legen Wert auf Regionalität. Tiere, die mit Futter aus Übersee gefüttert werden, und Pflanzen, die mit Chemie behandelt werden müssen, sind für uns nicht regional.
Bioprodukte & Regionalität

Wir hinterfragen Labels und Zertifikate und suchen stets die beste Harmonie zwischen ehrlichem Naturschutz, Tierwohl, Klimaschutz und Regionalität.
Wir erachten es als entscheidend, welchen Fußabdruck ein Produkt von der Aussaat und Aufzucht bis auf Ihren Teller hinterlässt.

Nicht das Label, sondern das gesamte Produkt steht bei uns im Vordergrund. Unsere Lieferanten aus der Region, unter anderem:

  • Gemüse und Kartoffeln: Biohof Baumgartner (Vilshofen), Gerauers Kartoffeln (Neuhaus am Inn), Confido-Initiativen (Bad Griesbach), Broinhof (Wegscheid)
  • Getreide: Getreidehandel Dankesreiter (Tiefenbach)
  • Wild: vom Jäger aus Breitenberg
  • Backwaren: Bäckerei Fesl (Sonnen)
  • Bier: Apostelbräu (Hauzenberg) und Stoabial Büchlbräu (Untergriesbach); Wein: Weinbau Weizenberger (Passau)

Die vollständige Liste steht auf unserem Regiothek-Profil.

Region und Gemeinschaft
  • Wir spenden an die Vereine aus der Gemeinde Breitenberg, die bei uns anfragen, bisher an die Feuerwehren Breitenberg und Gegenbach, den WSV Rastbüchl, das BRK, den Fußballverein und den Trachtenverein. Wir geben bei Spendenaufrufen und Vereinsfesten und bei den traditionellen Sammlungen wie Pfingstsingen, Neujahrsanblasen und Heilige Drei Könige.
  • Die Website des WSV-DJK Rastbüchl unterhalten und programmieren wir als Sponsoring.
  • Den Wanderweg „Schanzenweg“ haben wir angelegt und finanziert, wir organisieren ihn bis heute.
  • Unser Team nimmt an Sportevents der Region teil, etwa am Quälspaß und am Schanzenstürmer.
  • Wir kaufen täglich in Breitenberg und Neureichenau ein. Hackschnitzel, die nicht aus unserem Wald stammen, beziehen wir von Bauern aus der Region.
Müllvermeidung

Großes Augenmerk legen wir auf die Vermeidung von nicht wiederverwertbarem Müll. Schon bedingt durch die Lage des Edlgütls im Außenbereich betrachten wir Müllvermeidung als pragmatischen Ansatz zur Arbeitszeitersparnis und zum Umweltschutz.

  • Wir kaufen ausschließlich in Großgebinden und in Mehrweg ein.
  • Frühstück und Abendmenü bestellen unsere Gäste vorab. So kochen wir nur, was gegessen wird (mehr dazu unter „Bestellen statt Buffet“).
Bestellen statt Buffet: kaum Lebensmittelabfall

Unser wichtigster Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung ist unser Bestellsystem.

  • Frühstück: Ein Buffet gibt es bei uns nicht. Jeder Gast stellt seinen Frühstückskorb bis zum Vortag in unserer App zusammen und bezahlt nur, was er bestellt. Am Morgen steht der Korb vor der Tür. Überschussware fällt so nicht an, und Einzelverpackungen brauchen wir dafür nicht.
  • Abendmenü: Eine pauschale Halbpension gibt es nicht. Unsere Gäste buchen täglich, welche Gänge sie möchten und in welcher Portionsgröße. Andreas kocht danach punktgenau und mit kaum Lagerhaltung.
Mülltrennung

Unser Zweckverband Abfallwirtschaft Donau-Wald bietet keinen gelben Sack. Deshalb haben wir für alle Gäste eine eigene Mülltrennstation eingerichtet.

Getrennt wird nach den Vorgaben des Zweckverbands: Restmüll, Bioabfall und Papier über die Tonnen; Glas nach Farben, Alu und Dosen, Kunststoffverpackungen, Kunststoff-Großgebinde und sonstige Verpackungen über Wertstoffinseln und Recyclinghof. Die große Restmülltonne lassen wir nur bei Bedarf leeren.

Umweltschutz- & Nachhaltigkeitsprojekte

Unsere drei „Kraftplatz“-Projekte: die Aufforstung „Skilifthoiz“ (rund 2,4 Hektar, seit 2021), die Magerwiese „Bardlwiese“ und seit März 2026 die Streuobstwiese „Bardlberg“.

-> mehr zu den Projekten

Ladestation für E-Autos | 100 % Ökostrom

An zwei Ladepunkten mit je 11 kW laden E-Autos bei uns 100 % Ökostrom.

Einweg? Fehlanzeige.

Im Edlgütl verzichten wir auf Einweg- und Portionsverpackungen. Butter, Marmelade, Honig und Co. servieren wir in wiederverwendbaren Gefäßen; die kleinen Honiggläser füllen wir wieder auf. Möglich macht das unser Bestellsystem: Das Frühstück wird einzeln vorbestellt und im Korb geliefert.

Kein Einweggeschirr

Bei uns kommt ausschließlich echtes Geschirr zum Einsatz – auch bei Auslieferung in die Wohneinheit. Auf Plastik- oder Pappgeschirr verzichten wir vollständig.

Energiesparende Beleuchtung

Im ganzen Haus sind LEDs verbaut, Glühlampen gibt es keine mehr. Ein Teil der Beleuchtung schaltet über Bewegungsmelder, die Außenbeleuchtung brennt nur bis 23 Uhr.

Anreise mit Bahn und Bus

Die nächsten Bahnhöfe sind Passau und Waldkirchen. Verbindungen finden Sie unter bahn.de.

Von den Bushaltestellen in Breitenberg, Hauzenberg und Waldkirchen und vom Bahnhof Passau holen wir Sie gegen Gebühr mit unserem E-Auto ab.

Unterwegs vor Ort
  • Goldsteig, MTB-Hero, Trans-Bayerwald und Schanzenweg führen direkt am Haus vorbei.
  • Fahrräder und E-Bikes leihen Sie über unseren Partner MietRadl Waldkirchen, geliefert wird bis ans Haus.
  • Alle Freizeittipps haben wir selbst getestet. Die Wander- und Radrouten in unserer Gäste-App sind wir persönlich gegangen oder gefahren und haben sie per GPS aufgezeichnet.
Was uns wichtig ist
  • Wir betreiben Umwelt- und Naturschutz aus ureigenem Interesse und zwar mit eigenem körperlichen und geistigen Einsatz.
    Bäume pflanzen sich nun mal nicht von selbst.
  • Wir verlassen uns nicht auf die theoretische Förderkulisse sondern auf gesunden Menschenverstand und praktische Anwendbarkeit!
    Natur- und Umweltschutz gibt es bei uns nicht nur auf dem Papier, sondern nachvollziehbar und vor Ort tatsächlich auch praktisch sichtbar!
  • Wir rechnen keine Zahlen schön sondern drücken die Zahlen ganz praktisch und aus eigener Kraft.
  • Wir betrachten beim Umwelt- und Klimaschutz immer das Ganze und nicht nur einzelne Aspekte.
  • Langfristigkeit ist für uns fester Bestandteil für Umwelt-, Klima- und Naturschutz!
  • Ihr könnt Euch vor Ort gerne über unsere Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz live informieren.
Unser Team
  • Neue Mitarbeitende schulen wir in ihrer ersten Arbeitswoche zu unseren Umweltmaßnahmen, danach einmal im Jahr.
  • Wir sprechen uns täglich im Team ab. Laufende Aufgaben wie die Mülltrennung stehen auf täglichen Arbeitslisten. Andreas und Bianca Haugeneder prüfen die Umsetzung.
  • Einen angestellten Concierge haben wir nicht. Den Conciergeservice übernimmt das ganze Team, und Bianca nimmt sich für jeden Gast Zeit für eine persönliche Einführung.
Leitbild

Unser Leitbild

Im Herzen des Bayerischen Waldes, eingebettet in die unberührte Natur, liegt das Edlgütl – ein Ort der ehrlichen Gastfreundschaft, der ursprünglichen Naturverbundenheit und der schlichten Eleganz. Wir streben danach, ein Hideaway zu sein, das Raum und Ruhe bietet und unsere Gäste zu kulinarischen Erlebnissen einlädt, während wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt, unseren Mitarbeitern, Lieferanten, der Gemeinschaft und zukünftigen Generationen ernst nehmen. Unsere Unternehmensführung orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit und setzt auf langfristige Strategien.

1. Verantwortung gegenüber der Natur

Wir sind uns der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und setzen uns für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen ein. Durch gezielte Maßnahmen fördern wir eine nachhaltige Energieversorgung, reduzieren unsere Umweltauswirkungen und tragen durch naturnahe Bewirtschaftung und den Schutz unserer natürlichen Umgebung aktiv zur Erhaltung der Natur bei.

2. Praktische Nachhaltigkeitsstrategie

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf einem pragmatischen und umsetzungsorientierten Ansatz, der verantwortungsvolles Wirtschaften und die Balance zwischen Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit gewährleistet. Investitionen werden von uns stets langfristig angelegt.

  • Energetische Versorgung: Wir entwickeln unsere Energieversorgung kontinuierlich weiter, setzen auf erneuerbare Energien und vermeiden fossile Rohstoffe.
  • Umwelt- und Naturschutz: Wir engagieren uns aus Überzeugung und setzen Maßnahmen um, die vor Ort sichtbar und wirksam sind – auf Basis von gesundem Menschenverstand und praktischer Anwendbarkeit.
  • Ressourcenschonung und nachhaltige Nutzung: Wir bevorzugen langlebige Lösungen, erhalten bestehende Strukturen und verzichten auf unnötige Erneuerungen.
  • Hauseigener Forst und CO₂-Speicherung: Die verantwortungsvolle Pflege unseres Forstes ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie und trägt zur CO₂-Bindung bei.
  • Naturnahe Bewirtschaftung sichern: Wir bewirtschaften unsere Flächen umweltverträglich und ohne Düngemittel, um die biologische Vielfalt zu fördern – konsequent und zukunftsorientiert.
  • Quell- und Grundwasserschutz: Ohne Düngemittel, mit Rückführung des Oberflächenwassers in den natürlichen Kreislauf und minimalem Streusalzeinsatz schützen wir langfristig die Wasserqualität.
  • Nutzung digitaler Ressourcen: Digitale Kommunikation und Verwaltung reduzieren unseren Papierverbrauch und gestalten Prozesse effizienter.
  • Nachhaltige Lieferkette und Regionalität: Wir beschaffen regional, vermeiden lange Transportwege und bevorzugen lokale Erzeugnisse.
  • Einsatz von Produkten mit Umweltstandards: Wir setzen dort auf umweltfreundliche Produkte, wo es sinnvoll ist, und wägen sorgfältig ab.
  • Substanz vor Siegel: Wir stellen die tatsächliche, vor Ort sichtbare Wirkung über das Etikett. Wo eine glaubwürdige, unabhängig anerkannte Zertifizierung unsere realen Maßnahmen bestätigt und Transparenz für unsere Gäste schafft, streben wir sie aktiv an.
  • Effiziente Ressourcennutzung und Abfallvermeidung: Durch optimierte Nutzung und Abfallvermeidung verbrauchen wir weniger Ressourcen.

3. Soziale Verantwortung

Unsere soziale Verantwortung umfasst die Beziehung zu unseren Gästen, Mitarbeitern, Lieferanten und der lokalen Gemeinschaft. Wir fördern ein respektvolles und unterstützendes Umfeld, setzen uns für faire und nachhaltige Partnerschaften ein und engagieren uns aktiv in unserer Region.

  • Verantwortung gegenüber Mitarbeitern: Wir setzen auf das Prinzip des „Förderns und Forderns", unterstützen die berufliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeitenden und achten auf eine faire, ausgewogene Balance zwischen Leistung und Gegenleistung.

4. Generationengerechtigkeit

Als Familienbetrieb sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen bewusst. Wir vermitteln nachhaltige Werte und handeln wirtschaftlich langfristig – ökologisch wie ökonomisch.

5. Einhaltung von Menschenrechten, gesellschaftlichen Normen und rechtlichen Standards

Wir verpflichten uns zur Einhaltung von Menschenrechten, einem verantwortungsvollen Miteinander sowie der Beachtung von Recht und Gesetz und gesellschaftlichen Normen. Offene Diskussionen und ein kritischer Umgang mit gesellschaftlichen Strukturen sind für uns selbstverständlich. Wir bekennen uns zu demokratischen Grundwerten.

6. Zukunftsorientierung und Innovation

Wir streben kontinuierlich nach Verbesserungen und innovativen Lösungen, die unsere Vision von Nachhaltigkeit und Verantwortung unterstützen.

7. Gemeinschaft und Partnerschaft

Unser Engagement umfasst die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und die Förderung unserer Region. Wir suchen stets faire Partner, mit denen wir Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht auf dem Papier, sondern im realen Leben voranbringen – ehrlich, praktisch und auf Augenhöhe. Für uns zählt gelebte Wirkung mehr als Etiketten und echte Zusammenarbeit mehr als Zuständigkeiten. Wir pflegen Beziehungen, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basieren.

Unser Versprechen

Das Edlgütl steht für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung, die die Natur bewahrt und die Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigt. Wir laden Sie ein, Teil unserer Reise zu sein und gemeinsam mit uns einen positiven Beitrag für die Umwelt, unsere Mitarbeiter, unsere Lieferanten, die Gemeinschaft und kommende Generationen zu leisten. Papier ist geduldig – für uns zählt das echte Leben. Und wo dabei eine anerkannte Zertifizierung erreichbar ist: umso besser.

Nachhaltigkeitsbericht 2025

Nachhaltigkeitsbericht 2025

Bezugsjahr 2025 · Stand: 13.10.2026. Unsere Verbrauchszahlen zu Energie, Wasser und Abfall, mit Quellen.

Hinweis: 2025 haben wir das Dachgeschoss des Haupthauses neu aufgebaut. Einzelne Werte enthalten deshalb Bau- und Privatanteile (siehe unten).

1. Betrieb

Familiengeführtes Hideaway in Alleinlage im Bayerischen Wald mit eigenem Restaurant (tägliches Menü), Wellnessbereich und Rezeption. 2025 hatten wir sieben Wohneinheiten, seit Februar 2026 sind es neun. Gegründet 1973, seit 2003 als Gewerbebetrieb in vierter Generation geführt. Unsere Grundsätze stehen im Leitbild.

2. Geprüfte Kennzahlen

Viabono hat unsere Werte für 2025 ausgewertet (Auswertung vom 19.08.2026). Die rechte Spalte zeigt den Grenzwert, den Viabono für unseren Betrieb angesetzt hat; unsere betrieblichen Besonderheiten sind darin berücksichtigt.

Kennzahl je Übernachtung Edlgütl 2025 Anforderung Viabono
Endenergie113,4 kWh118,6 kWh
CO₂ (Bereich Endenergie)3,9 kg10,2 kg
Wasser234 Liter250 Liter
Restabfall4,4 Liter7,1 Liter
Produktgruppen regional, bio oder fair gehandelt10mindestens 6

3. Verbrauch 2025 im Einzelnen

Strom

  • Netzbezug: 35.340 kWh, zu 100 % Ökostrom (Vattenfall, Tarif ÖkoStrom24; laut Stromkennzeichnung 0 g CO₂/kWh). Darin enthalten sind auch unser Privathaushalt (rund 4.300 kWh), der Ladestrom für die E-Autos unserer Gäste (3.968 kWh) und die Baustelle (rund 1.000 kWh).
  • Eigene Photovoltaik (34,2 kWp, 10-kW-Speicher): 33.410 kWh erzeugt, davon rund 29.280 kWh selbst genutzt und 4.130 kWh ins Netz eingespeist. Überschüsse verteilt eine Steuerung zuerst zum Laden, dann in den Speicher und über Heizstäbe in die Wärmeversorgung.

Wärme

  • Hackschnitzel aus Schad- und Bruchholz, aus dem eigenen Wald und von Bauern aus der Region: rund 280 Raummeter (2024: rund 300). Keine fossilen Energieträger.

Wasser

  • Rund 1.143 m³ aus dem eigenen Hausbrunnen (Summe der Zähler aller Gebäude). Darin enthalten sind unser Privathaushalt mit fünf Personen (geschätzt rund 219 m³) und die Bauphase (geschätzt rund 10 m³).

Abfall

  • Restmüll: rund 21.820 Liter (1.100-Liter-Tonne mit 17 Leerungen, 120-Liter-Tonne mit 26 Leerungen), durch die Baustelle erhöht. Für 2026 setzt der Gebührenbescheid des ZAW Donau-Wald 10 statt 17 Leerungen der großen Tonne an.
  • Lebensmittelabfälle wiegen wir nicht. Frühstück und Abendmenü werden vorbestellt, so kochen wir nur, was gegessen wird.

Bezugsgröße: rund 3.900 Übernachtungen 2025 (273 Anreisen, 648 Gäste).

Je Übernachtung: Strom-Netzbezug 9,1 kWh, Wasser 293 Liter, Restmüll 5,6 Liter. Ohne Privathaushalt, Ladestrom der Gäste und Baustelle sind es rund 6,7 kWh Strom-Netzbezug und rund 237 Liter Wasser. Die Werte von Viabono in Abschnitt 2 beruhen auf derselben Datengrundlage, Viabono rechnet aber nach eigener Methode.

4. CO₂

Unser Netzstrom hat laut Stromkennzeichnung 0 g CO₂/kWh, unsere Wärme stammt aus Holz. Viabono hat für uns 3,9 kg CO₂ je Übernachtung im Bereich Endenergie ermittelt. Unsere Wald- und Streuobstflächen binden rechnerisch rund 25 Tonnen CO₂ im Jahr; das ist eine Schätzung nach der Faustformel der Bundeswaldinventur, keine Messung. Diese Zahl verrechnen wir mit nichts. Wir nennen uns nicht klimaneutral und betreiben keine Kompensation.

5. Maßnahmen im Überblick

  • Energie: Ökostrom, Photovoltaik mit Speicher, LED, Bewegungsmelder, Gebäudesteuerung
  • Wärme: Hackschnitzel aus Schadholz, zentraler Pufferspeicher für alle Gebäude
  • Wasser: eigener Hausbrunnen, eigene vollbiologische Kläranlage, Zähler je Gebäude, Wäschewechsel alle fünf Nächte
  • Abfall: Bestellsystem statt Buffet, keine Einweg- und Portionsverpackungen, Einkauf in Großgebinden und Mehrweg, Mülltrennstation
  • Lebensmittel: eigene Küche, Erzeuger aus der Region
  • Natur: 1,68 Hektar Bestandswald, rund 2,4 Hektar Aufforstung seit 2021 (rund 4.000 Bäume selbst gepflanzt), Magerwiese, Streuobstwiese, keine Düngung und keine Pestizide
  • Mobilität: zwei E-Ladepunkte mit Ökostrom, Abholung von Bus und Bahn mit dem E-Auto, Rad- und E-Bike-Verleih mit Lieferung
  • Ruhe: Akku-Geräte, Außenlicht nur bis 23 Uhr
  • Team: Schulung in der ersten Arbeitswoche und jährlich, tägliche Absprachen

6. Ausblick

Unsere geplanten Maßnahmen stehen im Nachhaltigkeitsprogramm 2026–2028. Diesen Bericht schreiben wir jährlich fort.

Datengrundlage: Vattenfall-Schlussrechnung (20.01.2026), Bayernwerk-EEG-Abrechnung, Energieflussmonitor, Loxone-Wasserzähler, Gebührenbescheide ZAW Donau-Wald, Buchungssystem, Viabono-Auswertung (19.08.2026).

Nachhaltigkeitsprogramm 2026-2028

Nachhaltigkeitsprogramm 2026–2028

Stand: 13.10.2026. Das Programm beschreibt, was wir bis 2028 konkret tun wollen, wer zuständig ist und bis wann. Was daraus geworden ist, veröffentlichen wir jährlich im Nachhaltigkeitsbericht.

Grundsatz: Keine Maßnahme soll einem anderen Umweltbereich schaden (DNSH-Grundsatz, Do No Significant Harm). Zum Beispiel heizen wir ausschließlich mit Schad- und Bruchholz, und wir wählen keine Lösungen, die viel Grundwasser verbrauchen.

Verantwortlich: Andreas Haugeneder (Inhaber, Nachhaltigkeitsbeauftragter). Andreas und Bianca Haugeneder prüfen die Umsetzung.

Handlungsfeld Maßnahme Verantwortlich Termin
Zertifizierung Nachfolge für die GreenSign-Zertifizierung (gültig bis 20.09.2027) festlegen und beantragen: erneut GreenSign, EU Ecolabel oder Viabono Plus. Viabono-Rezertifizierung vorbereiten. A. Haugeneder Antrag vor dem 20.09.2027; Viabono 2028
Energie Steuerung der Solarstrom-Überschüsse (Laden, Speicher, Heizstäbe) weiter verbessern. Strom- und Wärmeverbrauch jährlich im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. A. Haugeneder laufend, Bericht jährlich
Wasser Durchfluss von Duschen und Armaturen messen und wo sinnvoll Spararmaturen nachrüsten. Verbrauch weiter je Gebäude messen. A. Haugeneder Messung und Nachrüstung bis Ende 2026
Abfall und Lebensmittel Bestellsystem für Frühstück und Abendmenü beibehalten. Restmüllmengen jährlich erfassen und veröffentlichen. Reparieren und Weiternutzen vor Neukauf. Küche / Betrieb laufend, Erfassung jährlich
Natur und Wald Aufforstung Skilifthoiz pflegen (Verbissschutz, Ausmähen, Nachpflanzungen), Magerwiese und Streuobstwiese pflegen. A. Haugeneder laufend, jährlich
Mobilität im Team Prüfen, ob wir Mitarbeitenden ein Jobrad oder einen Zuschuss für Bus und Bahn anbieten. Betrieb Entscheidung 2026/27
Team Schulung in der ersten Arbeitswoche und einmal jährlich fortführen, Teilnahme dokumentieren. Ein jährliches Mitarbeitendengespräch einführen. A. Haugeneder laufend; Gespräch ab 2027

Überprüfung: Einmal im Jahr prüfen wir, was umgesetzt ist, halten das Ergebnis fest und passen das Programm an. Der Nachhaltigkeitsbericht wird entsprechend fortgeschrieben.

Kennzahlen je Übernachtung im Vergleich
Kennzahl je Übernachtung Edlgütl 2025 Hotel (Durchschnitt) EU-Best-Practice
Wasser ~237 L 335–424 L ≤ 140 L
Restmüll ~3,6 L ~3,3 L –

Wasser: Mit ~237 L/ÜN liegen wir deutlich unter dem Hotel-Durchschnitt (335–424 L), aber über dem EU-Best-Practice-Wert (≤ 140 L/Gastnacht), den nur die effizientesten Betriebe erreichen → Ziel: Annäherung an ≤ 140 L. Fair eingeordnet: eigener Brunnen, wasserreiche Region (Bayerischer Wald) – die EU-Studie zielt auf wasserarme Destinationen. Restmüll: DEHOGA-Richtwert ~3,3 L/ÜN (≈55 % von ~6 L Gesamtabfall).

Energie – bewusst ohne Mengen-Vergleich: Unser Strom-Netzbezug liegt mit ~6,7 kWh/ÜN sehr niedrig, weil wir Strom (eigene PV) und Wärme (Biomasse aus eigenem Schadholz) überwiegend selbst erzeugen – überschüssiger PV-Strom wird über eine Kaskadenlösung sogar für die Heizung genutzt. Ein reiner Energiemengen-Vergleich mit Hotels wäre unfair: unser Wärmebedarf ist hoch, aber vollständig biogen gedeckt. Entscheidend ist der CO₂-Fußabdruck – dank 100 % Ökostrom (0 g CO₂/kWh) und biogener Wärme sehr niedrig. Damit erfüllen wir bereits das höchste Energiekriterium des EU-Ecolabel (100 % erneuerbare Energie für Heizung/Warmwasser, Beschluss (EU) 2017/175).

Edlgütl: gästebezogene Werte 2025 im Normalbetrieb. Die 2025 unbereinigt höheren Werte (Strom 9,1 kWh, Wasser 293 L, Restmüll 5,6 L) waren umbau- bzw. baustellenbedingt – insbesondere der Restmüll. Unser Strom ist zudem zu 100 % Ökostrom (0 g CO₂/kWh).

Quellen

Wasser: Mit ~237 L/ÜN liegen wir deutlich unter dem Hotel-Durchschnitt (335–424 L), aber über dem EU-Best-Practice-Wert (≤ 140 L/Gastnacht), den nur die effizientesten Betriebe erreichen → Ziel: Annäherung an ≤ 140 L. Fair eingeordnet: eigener Brunnen, wasserreiche Region (Bayerischer Wald) – die EU-Studie zielt auf wasserarme Destinationen. Restmüll: DEHOGA-Richtwert ~3,3 L/ÜN (≈55 % von ~6 L Gesamtabfall).

Energie – bewusst ohne Mengen-Vergleich: Unser Strom-Netzbezug liegt mit ~6,7 kWh/ÜN sehr niedrig, weil wir Strom (eigene PV) und Wärme (Biomasse aus eigenem Schadholz) überwiegend selbst erzeugen – überschüssiger PV-Strom wird über eine Kaskadenlösung sogar für die Heizung genutzt. Ein reiner Energiemengen-Vergleich mit Hotels wäre unfair: unser Wärmebedarf ist hoch, aber vollständig biogen gedeckt. Entscheidend ist der CO₂-Fußabdruck – dank 100 % Ökostrom (0 g CO₂/kWh) und biogener Wärme sehr niedrig. Damit erfüllen wir bereits das höchste Energiekriterium des EU-Ecolabel (100 % erneuerbare Energie für Heizung/Warmwasser, Beschluss (EU) 2017/175).

Edlgütl: gästebezogene Werte 2025 im Normalbetrieb. Die 2025 unbereinigt höheren Werte (Strom 9,1 kWh, Wasser 293 L, Restmüll 5,6 L) waren umbau- bzw. baustellenbedingt – insbesondere der Restmüll. Unser Strom ist zudem zu 100 % Ökostrom (0 g CO₂/kWh).

Quellen:

  • DEHOGA Umweltbroschüre, DEHOGA Baden-Württemberg (Eckardt/Dahringer), 2008 – Hotel-Durchschnittswerte Wasser/Abfall. PDF
  • Styles, Schoenberger & Gálvez-Martos (2015): „Water management in the European hospitality sector", Tourism Management 46, S. 187–202 (JRC101007) – EU-Best-Practice ≤ 140 L/Gastnacht. JRC
  • Commission Decision (EU) 2017/175 – EU-Ecolabel-Kriterien für Beherbergungsbetriebe. EUR-Lex
  • Eurostat: „Energy consumption in households" (2024). Eurostat

Einen einheitlichen amtlichen europaweiten Pro-Nacht-Standard für alle Betriebstypen konnten wir nicht finden; für Ferienwohnungen keinen eigenen Benchmark – wir nutzen die belegbaren Werte aus den genannten Dokumenten als Orientierung.

Andreas Haugeneder, Inhaber des Edlgütls

Nachhaltigkeit Substanz & Siegel

Labels standen bei uns nie an erster Stelle. Uns ist wichtiger, dass du vor Ort siehst, was wir tun: den Brunnen, die Trennstation, den jungen Wald am Skilifthoiz. Daran hat sich nichts geändert.

Geändert hat sich das Gesetz. Seit dem 27. September 2026 darf ein Betrieb Begriffe wie „nachhaltig" nur noch verwenden, wenn er sie klar belegt. Das ist richtig so, denn es schützt dich vor leeren Versprechen. Deshalb nennen wir hier unseren Beleg:

Zertifiziert nach GreenSign Hotel 3.2 · Registriernummer 100-01052-2024-12-16-1 · gültig bis 20.09.2027

Das Siegel bestätigt, was ein unabhängiger Prüfer bei uns gesehen hat.
Alles andere zeigen wir dir gern selbst.

Bild zum Artikel: Projekt

Projekt Kraftplätze

Unsere Umweltschutzprojekte

Seit 2013 setzen wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf die Umsetzung eigener Umweltschutzprojekte.

Unsere erste Initiative war, unsere Wiesenflächen aus der öffentlichen Förderung zu nehmen und daraus das Projekt "Magerwiese am Bardlberg" zu entwickeln.
Im Jahr 2017 initiierte Sturm Kolle das Aufforstungsprojekt "Skilifthoiz" welches wir im Jahre 2020 in die Umsetzung brachten.
Aktuell läuft das Projekt "Streuobstwiese Bardlberg".

Mittlerweile stellen wir mehrere Hektar Land zur Verfügung, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen und zu verwirklichen.

Bild zum Artikel: Nachhaltige

Nachhaltige Ausdauer

Steter Tropfen höhlt den Stein

Nachhaltigkeit kann nicht anhand von Einzelereignissen bewertet werden, da sich ökologische und gesellschaftliche Anforderungen im Laufe der Zeit ändern können. Unsere 23-jährige Erfahrung hat uns gezeigt, dass viele einst als nachhaltig empfohlene Praktiken heute überholt oder sogar schädlich sind.

Es ist wichtig, in Generationen und nicht in politischen Legislaturperioden zu denken, um eine umfassende Betrachtungsweise zu ermöglichen.
Dabei ist es unabdingbar, langfristige Entscheidungen zu treffen und manchmal auch von der Umsetzung bestimmter Maßnahmen abzusehen.

Dies ist Teil unserer Überzeugung, dass nachhaltiges Handeln nur durch eine umfassende, entpolisierte Betrachtung der Lebensdauer und Wertschöpfung jeder Maßnahme erreicht werden kann.